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Design is one of the highest expressions of twentieth-century creativity, and Achille Castiglioni is one of its greatest masters. His objects stand as clear examples of rigorous method, technical skill, exuberant talent, and wit, combined to achieve a beauty that is fulfilling on both a rational and an emotional level. His work exemplifies the ideal of good design.
Castiglioni was born in 1918 and studied architecture at the Polytechnic in Milan. Just after World War II he joined the studio run by his two older brothers Livio and Pier Giacomo, also architects. When Livio left the practice in 1952, Achille and Pier Giacomo collaborated until the latter's premature death in 1968.
During the course of his long career, which continues today, Castiglioni has designed dozens of objects, as well as temporary architecture for numerous art exhibitions, trade fairs, and showrooms. This exhibition presents a selection of these objects, as well as three reconstructed rooms from 1957, 1965, and 1984 that further demonstrate his design philosophy, based on observation and free association.
Castiglioni views the world as a wonderful catalogue of objects that can provide a designer with ideas and guidance, and his own work is often inspired by everyday things. The designer's personal collection of found objects, gathered over a lifetime of curiosity, consists of objects with lives of their own. Independent of any designer's name, these objects become the means through which he pursues and recognizes good design--a lens through which his work can best be understood.
With his functional and purist yet playful objects, Castiglioni has shown that form and function, while certainly the main ingredients for successful design, cannot be a designer's only concerns. He has thus contributed invaluably to updating modernist design to contemporary modern.
Achille Castiglioni wurde 1918 in Mailand geboren. 1944 machte er seinen Abschluss an der "Politecnico di Milano" und begann im Büro seiner Brüder Livio (1911-1979) und Pier Giacomo (1913-1968) mitzuwirken, das in der Nachkriegszeit vor allem Aufträge im Bereich der Stadtplanung und Architektur übernahm.
Aber auch im Bereich des Ausstellungs- und Produktdesigns waren die drei Brüder sehr engagiert und verhalfen der Mailänder Triennale, dem Compasso d´Oro und der ADI (Associazione per il Disegno Industriale) zu einem prestigeträchtigen Ansehen.
Nachdem Livio aus dem gemeinsamen Unternehmen ausstieg, kreierte Achille zusammen mit Pier Giacomo richtungsweisende, aber auch ausgefallene und radikale Designobjekte. Zu den vermutlich extremsten Entwürfen der Brüder Castiglioni gelten die beiden Hocker Mezzadro und Sella (1957), für deren Sitzflächen sie einen Fahrradsattel bzw. Traktorsitz umfunktionierten.
Prinzipiell war Achille Castiglioni eher darauf bedacht Produkte zu "verbessern" und zu erneuern, als neu zu erfinden, was ihm auch den Ruf eines "rationalen Expressionisten" einbrachte. Beispielsweise stand für die Arco Stehleuchte des Herstellers Flos eine einfache Straßenlaterne als Modell und für den Toio Deckenstrahler wurde ein profaner Autoscheinwerfer als Leuchtenkopf verwendet. Durch eine derartige Zweckentfremdung alltäglicher Gegenstände bekam das Ready-Made-Konzept eine frühe Bedeutung im Design der Castiglioni Brüder.
In der überaus erfolgreichen Zusammenarbeit mit seinem Bruder Pier Giacomo entstanden, bis zu dessen frühen Tod im Jahr 1968, erfolgreiche Designs für namhafte Hersteller, wie z.B. Kartell, Zanotta, Brionvega, Alessi oder Siemens. Ihre Entwürfe für den Leuchtenhersteller Flos zählen heute fast alle zu den Designklassikern, die auch in den wichtigsten Design-Museen anzutreffen sind.
Nach dem Tod seines Bruders wirkte Achille weiter im Bereich des Produktdesigns und entwarf weiterhin bekannte Möbel und Leuchten, wie den Klapptisch Cumano für Zanotta oder die Leuchten Noce, Frisbi und Brera für Flos. Ab 1981 war Achille zudem als Professor für Raumgestaltung und Industriedesign tätig. 2002 starb Achille Castiglioni.
Achille Castiglioni zählt zweifelsohne zu den wichtigsten italienischen Designern des 20. Jahrhunderts. Er gewann bereits neunmal den Compasso d´Oro und zahlreiche andere Preise.
Internet-Seite von Achille Castiglioni: www.achillecastiglioni.it